Datenaustausch für heterogene Engineering-Tools
Heterogene Daten zusammenführen, Datensilos auflösen, eine durchgängige Toolchain erreichen
taraXchange verbindet heterogene Engineeringtools, führt Daten mit unterschiedlichen Datenformaten, Bezeichnungen und Strukturen zusammen — egal ob aus verschiedenen Disziplinen, unterschielichen Standorten, nach einer Firmenübernahme oder auf dem Weg zum digitalen Zwilling.
Erstellung von Datenmappings mit No-Code-Anwendung — nach kurzer Einarbeitung übernehmen Sie das selbst, oder tarakos erstellt die Mappings für Sie.
Kommt Ihnen das bekannt vor?
01
Daten-Silos in Fachbereichen und Standorten
Planung, Instandhaltung, Steuerungstechnik — potenziell hat jede Abteilung eigene Datenbestände, und viele Disziplinen verwenden eigene Kennzahlen- und Identifikationssysteme für dieselben Stationen, Komponenten oder Anlagen. Ein digitaler Datenaustausch zwischen ihnen ist oft schlicht nicht möglich.
02
Digitale Produktdokumentation – Herstellerdaten vs. OEM-Anforderungen
Ob PDF, Excel, Word, XML oder JSON — aus Lieferantensicht will jeder Hersteller die Daten anders geliefert bekommen, aus Herstellersicht beschreibt jeder Lieferant sie anders. Auf beiden Seiten dasselbe Problem: externe Daten so umwandeln, dass sie sich intern nutzen lassen — oder die eigenen internen Daten flexibel genug aufbereiten, um unterschiedliche Kundenanforderungen zu erfüllen.
03
Digitaler Zwilling – vor der Visualisierung braucht es eine belastbare Datenbasis
Um aus verschiedenen Tools und Anwendungsbereichen ein ganzheitliches Datenmodell zu bauen, oder um künftig strukturierte digitale Produktbeschreibungen liefern zu können, müssen Daten aus mehreren Quellen erst zusammengeführt werden — bevor an Zwilling, Digital Product Passport oder Verwaltungsschale überhaupt gearbeitet werden kann.
taraXchange übersetzt nicht nur Dateiformate…
… es überführt Bedeutung. Statt „Format A nach Format B“ zu konvertieren, bildet taraXchange die semantischen Beziehungen zwischen Datenstrukturen ab: welches Feld in System A welchem Feld in System B entspricht, wie Einheiten umzurechnen sind, wie fehlende Werte vorbelegt werden, wie sich Attribute aus Freitext extrahieren lassen (z. B. aus Objektnamen). Das Ergebnis ist eine wiederverwendbare erweiterbare Mappingregel, keine einmalige Konvertierung.

Die taraXchange-Module im Überblick
| taraXchange-Modul | Wofür es kann | Wo es eingesetzt wird |
|---|---|---|
| taraXchange-Editor | No-Code-Oberfläche zum Erstellen von Mappingregeln zwischen beliebigen, auch sehr unterschiedlichen Datenstrukturen — inklusive Objekthierarchien, Zeichenketten-Operationen, numerischen Vergleichen, logischen Verknüpfungen und wiederverwendbaren, benutzerdefinierten Bausteinen | Bei der Erstelleung oder Anpassung der Mappingregeln— nach Schulung durch den Kunden möglich, oder als tarakos-Dienstleistung |
| taraXchange-Runtime | Führt fertige Mappingregeln zur Laufzeit aus — per Plugin in bestehender Software oder per Kommandozeilenaufruf | Transformiert die Daten im laufenden Betrieb in der Toolchain |
| SourceData-Reader / TargetData-Writer | Lesen bzw. schreiben Daten aus/in ein Format oder direkt aus/in eine Software mit entsprechender API | Start- bzw. Endpunkt der Datentransformation |
| taraXchange-Runtime SDK | Bindet die Runtime direkt in .NET-Toolchain-Anwendungen ein — mit rund 20 Zeilen Code | Wenn Integration anstatt Kommandozeilenaufruf benätigt wird |
Fertige Mappingregeln sind geschützt
Jede Mappingregel wird als „Compiled Mapping Rule“ (CMR) ausgeliefert — kompiliert, verschlüsselt und kryptografisch signiert. Weder die verwendete Logik noch die Quellsysteme lassen sich daraus zurückverfolgen. Das schützt Ihr geistiges Eigentum, wenn ein Mapping an Dritte weitergegeben werden muss, und schützt gleichzeitig die Daten Ihrer Kunden, wenn Sie ein Mapping in deren Auftrag erstellen.
Anwendung von taraXchange
Sie erstellen und pflegen Mappingregeln selbst, ohne Softwareentwicklung — Änderungen an einer Datenstruktur, einem Format oder einer Namenskonvention setzen Sie in der grafischen Oberfläche um, nicht im Code.
Ergebnisse durch den Einsatz von taraXchange
Ein durchgängiger, wiederverwendbarer Datenaustausch statt Einzellösungen pro Toolpaar — planbarer Integrationsaufwand, geschützte Mappinglogik bei Weitergabe an Dritte, und Unabhängigkeit von den Datenstandards einzelner Konzerne oder Lieferanten.
taraXchange vs. eigenes Skripting
Ein Eigenbau-Skript löst meist nur den einen Formatwechsel, für den es geschrieben wurde; ändert sich Quelle, Ziel oder Struktur, muss der Code angepasst und erneut getestet werden. taraXchange bildet Mappingregeln strukturiert in einer grafischen Oberfläche ab — inklusive 1:1- und n:m-Beziehungen — und liefert sie als eigenständige, geschützte Bausteine statt als linearen, offen einsehbaren Code.

Wo taraXchange zum Einsatz kommt
- Digitalen Zwilling aufbauen: Daten aus MCAD, ECAD, Steuerungstechnik und Instandhaltung zu einem gemeinsamen Datenmodell zusammenführen.
- Automatisierte 3D-Modellgenerierung für taraVRbuilder: z.B. Layoutdaten aus AutoCAD, Archicad oder CARF automatisiert in ein taraVRbuilder-3D-Modell überführen — eine taraXchange-Runtimekomponente wird dafür in taraVRbuilder freigeschaltet.
- Firmen nach einer Übernahme integrieren: Datenstrukturen neu hinzugekommener Unternehmen in die eigene Systemlandschaft überführen, ohne jedes System manuell nachzupflegen.
- Strukturierte Produktdaten für Kunden oder Konzerneinkauf bereitstellen: Daten aus mehreren Quellen in ein gefordertes Zielformat überführen — etwa Richtung AutomationML, Verwaltungsschale (IDTA) oder nach unternehmensspezifischen Vorgaben.
Referenzen
tarakos war Verbundpartner im Forschungsprojekt DIAMOND (Laufzeit 2022–2025), in dem taraXchange für Themen aus dem Automotive-Bereich weiterentwickelt wurde — digitaler Zwilling, Planung automatisierter Fertigungsanlagen sowie Datenmigration. Im Rahmen des Projekts wurde taraXchange um einen Datenbackbone erweitert: Er überführt akquirierte Daten aus verschiedenen Disziplinen — etwa MCAD, ECAD, Steuerungstechnik, Instandhaltung oder Einkauf — in ein neutrales Datenformat und stellt sie anschließend je nach Disziplin und Sicht wieder zur Verfügung. Das ist sowohl für Anlagenbauer als auch für Betreiber nutzbar.
Darüber hinaus gab es im Automotive-Umfeld weitere kommerzielle taraXchange-Projekte.
AutoCAD-Schnittstelle in Aktion: Dieses YouTube-Video zeigt die fertige Schnittstelle zwischen AutoCAD und taraVRbuilder im praktischen Einsatz: Beide Tools sind parallel geöffnet, alle Objekte, für die zuvor Mappingregeln erstellt wurden, werden automatisch übertragen. Fehlen im 2D-Layout Informationen — etwa Höhenangaben —, lassen sich diese händisch ergänzen. Anschließend wird das Materialflussverhalten direkt an den Kreuzungsbausteinen über Vorfahrts- und Verteilregeln konfiguriert.
Häufige Fragen
Was ist taraXchange konkret?
taraXchange ist eine No-Code-Software-Suite, mit der sich Mappingregeln zwischen heterogenen Datenstrukturen grafisch erstellen und zur Laufzeit ausführen lassen — für den Datenaustausch zwischen Engineering-Tools unterschiedlicher Hersteller und Disziplinen.
Muss ich programmieren können, um taraXchange zu nutzen?
Nein. Der taraXchange-Editor ist eine No-Code-Anwendung — Mappingregeln entstehen über eine grafische Oberfläche. Für die tiefere Integration der Runtime in eigene .NET-Anwendungen steht zusätzlich ein SDK bereit, das aber nur für Entwickler relevant ist, die über den Kommandozeilenaufruf hinausgehen möchten.
Welche Formate und Systeme unterstützt taraXchange?
Bereits verfügbare Reader/Writer decken u. a. AutoCAD, ArchiCAD, taraVRbuilder, AutomationML/AMLX, Excel, JSON, XML, SQL-Datenbanken, Web-APIs, SAP-AIN und die IDTA-Verwaltungsschale ab. Für Systeme mit eigener API lassen sich weitere Reader/Writer als Dienstleistung entwickeln.
Ist taraXchange nur für taraVRbuilder-Kunden relevant?
Nein. taraXchange ist ein eigenständiges Produkt für Datenaustausch zwischen beliebigen Engineering-Tools. Die automatisierte 3D-Modellgenerierung für taraVRbuilder ist ein Anwendungsfall unter mehreren.
Muss ich die Mappingregeln von tarakos beziehen, oder kann ich diese selbst erstellen?
Beides ist möglich. Sie können taraXchange selbst lizenzieren und Mappings eigenständig erstellen, sobald Ihr Team im Editor geschult ist. tarakos bietet die Erstellung von Mappings sowie die Entwicklung zusätzlicher Reader/Writer alternativ als Dienstleistung an.
Wie lange dauert die Einarbeitung in den taraXchange-Editor?
Erfahrungsgemäß 3–5 Tage, abhängig von der Komplexität der abzubildenden Datenstrukturen. Danach erstellen und pflegen Sie Mappingregeln eigenständig, ohne tarakos dafür einzubinden.
Lassen Sie uns in einem kurzen Online-Termin über Ihr Vorhaben sprechen —
wir sagen Ihnen ehrlich, ob taraXchange passt, und zeigen es Ihnen
direkt an Ihrem Anwendungsfall.


